Ein starkes Nachwuchskonzept
Elementarer Bestandteil der JFG Saarlouis/Dillingen ist es, den Verein als
Ausbildungsverein zu etablieren.
Die Ausbildung beginnt im Grundlagenbereich
der U12-U14 und geht nahtlos über in den Leistungsbereich U15-U19.
Eine enge Verschmelzung des Grundlagen- und Leistungsbereiches ist hierbei vor allem im
Übergang U15 anzustreben.
Die inhaltliche Gestaltung des Nachwuchskonzepts Grundlagenbereich stellt sich
folgendermaßen dar:
Ziele der Nachwuchskonzeption
Grundsätzlich lassen sich drei Ziele im Rahmen der Nachwuchsförderung
ausmachen:
A) Die bestmögliche Ausbildung der Spielerinnen und Spieler in technischer,
taktischer und konditioneller Hinsicht sowie in der Förderung der
Persönlichkeit.
B) Die Verfolgung der sozialen Stellung. Hierbei soll speziell die Begeisterung
für den Sport, die Freude am Mannschaftsspiel und das Sozialverhalten im
gruppendynamischen Prozess gefördert werden.
C) Die Verankerung der JFG Saarlouis/Dillingen als Ausbildungsverein der
Stadt, der Region und des Landes fördern.
Grundsätze der Nachwuchskonzeption
Die Spielerinnen und Spieler sollen eine bestmögliche und ganzheitliche
Ausbildung genießen. Daher lassen sich insbesondere folgende drei Bausteine
in der Nachwuchsförderung ausmachen.
A) Individuelle Förderung
B) Systematische Förderung
C) Förderung der Persönlichkeit
JFG Saarlouis-Dillingen
Individuelle Förderung bedeutet, dass die Ausbildung möglichst zugeschnitten auf die
individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften der Akteure erfolgen soll.
Auch Faktoren wie die familiäre Situation und das soziale Umfeld der jeweiligen Spielerinnen
und Spieler sollen nach Möglichkeit Berücksichtigung finden.
Systematische Förderung bedeutet, dass die Ausbildung ganz systematisch von U12-U19
inhaltlich aufeinander aufbaut.
So sollen in den entsprechenden Altersklassen ganz bestimmte Trainingsschwerpunkte und Ausbildungsinhalte zu ganz bestimmten Zeitpunkten trainiert werden.
Bestimmte Inhalte sollen gezielt und abgestimmt in gewissen Perioden
vertieft werden um so einem Aufbau vom individualtaktischen über den gruppentaktischen
bis hin zum mannschaftstaktischen Training zu entsprechen.
Die Förderung der Persönlichkeit bezieht vor allem die Entwicklung folgender Werte mit ein:
Disziplin, Pünktlichkeit, Respekt und Siegeswille.
Diese Förderung dieser Werte ist unverzichtbar um ein bestmögliches Ausbildungsergebnis erreichen zu können. Daher
kommt der Persönlichkeitsförderung – neben der rein fußballerischen Ausbildung – eine
ganz zentrale Bedeutung in der Ausbildungskonzeption des Vereins zu.
Inhaltliche Bausteine der Nachwuchskonzeption
Für die operative Umsetzung der Grundsätze im Tagesgeschäft lassen sich
folgende wesentliche Bausteine benennen:
A) Schlüsselfunktion Trainer
Den Trainern kommt in der Nachwuchskonzeption eine Schlüsselfunktion zu.
Sie sind es, die die Ziele des Vereins in der Tagesarbeit vermitteln und
versuchen, die Ausbildungsinhalte mit Leben zu füllen. Die Trainer sind sowohl
sportlich als auch in der Persönlichkeitsförderung der zentrale Bezugspunkt
für die Spielerinnen und Spieler. Ihnen kommt neben der inhaltlichen Arbeit
eine Vorbildfunktion zu.
Ziel muß es deshalb sei, die besten Trainer für den Jugendbereich zu
gewinnen. Sie sollten dementsprechend mindestens eine Trainerausbildung
der Stufe C (Jugend) für den Grundlagenbereich nachweisen können. Sowohl
inhaltlich als auch charakterlich sollten sie höchsten Ansprüchen genügen,
teamfähig sein und ihre Vorbildfunktion zu jeder Zeit wahrnehmen wollen.
B) Verhaltenskodex
Sowohl für das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit als auch für die
angestrebte Persönlichkeitsförderung ist es notwendig, den Spielerinnen und
Spielern Verhaltensregeln als Maßstab zu nennen. Diese geben Orientierung
und regeln Rahmenbedingungen. Bei Nichteinhalten dieser Regeln sollen
Maßnahmen ergriffen werden. Im Extremfall ist es ratsam, auf Qualität zu
verzichten um das Ganze nicht zu gefärden.
C) Priorität des Ausbildungsgedanken
Im Grundlagenbereich steht die optimale Ausbildung eindeutig vor dem
Leistungsgedanken. Priorität hat hier die bestmögliche, individuelle Förderung
und Ausbildung der Spielerinnen und Spieler. Dahinter ist auch zur Not das
Erfolgsstreben einzelner Mannschaften anzusehen. Aber die zu lehrenden
Ausbildungsinhalte dürfen hinter diesem Erfolgsstreben niemals
zurückstehen.
D) Bekenntnis zur Leistungsorientierung
Dieser Punkt ist kein Wiederspruch zur oben genannten Priorität des
Ausbildungsgedankens. Dennoch ist auch im Jugendbereich ein gewisses
Erfolgsdenken und -streben von zentraler Bedeutung.
JFG Saarlouis-Dillingen
Charaktereigenschaften wie mentale Stärke, Druck verarbeiten zu können,
Siegermentalität zu entwickeln und Siegeswille zu schulen, können nur bei
einer gewissen Leistungsorientierung gefördert werden.
Je höherklassiger und anspruchsvoller trainiert und gespielt wird, umso besser
ist die qualitative Ausbildung der Spielerinnen und Spieler.
E) Systematische Trainingsplanung
Für die einzelnen Altersstufen und Leistungsklassen sollen aufeinander
abgestimmte und zielgerichtete Jahrestrainingspläne erstellt werden. Neben
der Bestimmung der Inhalte der einzelnen Jahrgänge, soll auch festgelegt
werden, in welchen Zeiträumen eines Fußballjahres welche
Ausbildungsschwerpunkte gesetzt werden, um eine möglichst durchdachte
Trainingsplanung zu gewährleisten. Die Ausbildungsschwerpunkte richten sich
grundsätzlich nach den tatsächlichen Fähigkeiten der jeweilig auszubildenden
Jahrgänge. Hier legt die Sportliche Leitung, die Leitungsassistenten in
Verbindung mit den Trainern bei Saisonvorbereitung die Zeiträume und
Ausbildungsschwerpunkte fest. Sollten notwendige Verschiebungen der
Zeiträume anstehen ist die Sportliche Leitung unmittelbar darüber zu
informieren.
F) Bekenntnis zu Kreativität und Flexibilität
Sollten notwendige Verschiebungen der Zeiträume anstehen ist die
Sportliche Leitung unmittelbar darüber zu informieren. Trotz eller
Festlegungen und Planungen solleines nicht unterdrückt werden: die
Flexibilität und Kreativität der Trainer! Es soll keine Atmosphäre der
Überwachung entstehen.
Trainingspläne sollen den Trainern eine Hilfe und Anleitung geben und sie
keineswegs in ihren Freiheiten beschränken!
Kreative Trainer fördern kreative Spieler
Dennoch soll eine grundsätzliche Orientierung an den Trainingsplänen
erfolgen.
G) Ausbildungsstufen
Die Ausbildungsstufen sind wie folgt aufgeteilt:
• Grundlagenbereich U12-U14
• Übergangsbereich Leistung U15
• Leistungsbereich U15-U19
Trainingsvorgaben in der Nachwuchskonzeption
U12-U13
Ziele -Spielfreude und Kreativität
-Training und Basistechniken und Anwendung im Spiel
-Schulung individualtaktischer Abläufe
-Erlernung gruppentaktischer Grundregeln (Raumaufteilung)
-Fördern von Eigeninitiative, Motivation, Wille
Inhalte-Spielerische Konditionsschulung
-Systematisches Techniktraining
-Individualtaktische Grundlagen
-Fußballspiele mit Schwerpunkt freie Spiele
-einführendes Athletiktraining
Prinzip-Basistechniken schrittweise im Detail verbessern
-Üben und Spielen zu gleichen Schwerpunkten
-Beidfüßigkeit einfordern
-Kondition durch Spielformen schulen
-Individuell Trainieren
-Viel kommunizieren, Spieler einbinden
U14-U15
Ziele -Freude am Fußballspiel
-Dynamische Techniken
-Vertiefung der Gruppentaktik
-Koordination und Fußballspezifische Fitness
-Fördern von Verantwortung auf und neben dem Platz
-Verbesserung der Athletik
Inhalte -Fußballspezifische Fitnessschulung
-Intensives Techniktraining
-Individual- und Gruppentaktische Grundlagen
-Fußballspiele mit Schwerpunkten freie Spiele
-ausgedehntes Athletiktraining
Prinzip -Individuelle Entwicklungsunterschiede beachten
-Individuell fördern
-Eigeninitiative fördern
-Kreativität fördern
-Nicht zu früh positionsspezifisch arbeiten
-Hierarchien bilden, Verantwortung schaffen
Der Bereich U15 bildet bereits den Übergang in den Leistungsbereich.